Die Mauer von Podelzig

ImageIn der Anfahrt zu einer Rennveranstaltung kann man schon ungefähr den Charkter einer Rennstrecke ausmachen. Nicht so, wenn man beim Jedermannrennen der Oderlandrundfahrt teilnehmen will. So verläßt der Picardellics Teambus am Samstag Mittag die Autobahn in Frankfurt an der Oder, durchquert die verschlafene Grenzstadt, um auf neu asphaltierten, reichlich gespickt mit Blitzanlagen, gut ausgebauten Landstraßen Richtung Podelzig zu rollen. Beim Anblick der leichten Wellen im sonst tristen Flachland bekommen die fünf schnellen Picardellics das leichte Lächeln nicht mehr aus dem Gesicht. Was meinte der Veranstalter nur mit "die Beforzugung von 23 Zähnen bei der Blockwahl sei angeraten". Das Lächeln erstart, als es im Zielort rechts abgeht. Wohlgeformte Wackersteine der Roubaixgüte führen zum Renngelände am Zeisigberg.

Die Begehung des gepflastertem Anstieg Richtung Zieleinlauf bring die erste Abkühlung an diesem heißen Tag. Das Blut gefriert beim Anblick dieser Rampe. Hoppla, die Felsen sind auch nicht ganz fest im Untergrund verankert. Ideal für Rennradreifen.

Pünktlich 14 Uhr starten die knapp100 Jedermänner auf die 11 km Runde. Es geht linksrum auf schmalen Versorgungswegen zur nächten Siedlung. Gefolgt von einer breiteren, rasanten Abfahrt hinab ins Odertal. Kamenskyi und Renold, zwei starke Marathonfahrer der Picardellics, führen das Fahrerfeld selbstbewusst über verdreckte, staubige Landstraßen durch brandenburgische Kornfelder. Keiner traut sich zu attackieren. Der Anstieg befindet sich im dunklen Wald. Hier herrschen angenehm kühle 32°C. Die Fahrer werden durchgeschüttelt. Jeder sucht eine fahrbahre Linie. Die Berliner Favoriten Reuß und Kapuste zeigen schon hier ihre Klasse und kommen mit einem kleinen Vorsprung aus dem Berg. Das Feld sammelt sich wieder und Radtke und Teller übernehmen die Spitze. Einzelne Jedermannattacken verglühen in der gnadenlosen Nachmittagshitze. 2 km vor dem Berg schiebt sich Neumann sanft durch das Führungsduo und enteilt dem Feld. Wieder fordert der Zeisigberg viele Opfer. Reuß und Kapuste +1 können zum starken Picardellicssenior aufschließen und bilden von nunan eine 4mann Ausreißergruppe.

Das komplette Team Westpoint versucht, die kleine Lücke zu schließen und scheitert. Unrüthmische Führungswechsel lassen nicht erkennen, dass dies ein erfolgreiches Zeitfahrteam ist. Bei der dritten Zieldurchfahrt ist das Führungquartett nicht mehr in Sichtweite der Verfolger. Radtke und Teller dirigieren das noch verbliebene Feld, so dass auch Renold wieder aufschließen kann.

In Runde vier kann Neumann dem Berliner Tempo nicht mehr folgen und verstärkt die Verfolger wieder. Dafür startet Teller an selber Stelle wie zufor Neumann und erklimmt die Mauer von Podelzig. Die Kopfsteine sowie die verbliebenen Verfolger vernehmen kurz darauf das kurze aber auffordernde "Christian" aus Neumanns Kehle und Radtke beweist seine Bergqualitäten.

Die letzte Zieldurchfahrt sieht mit gehörigen Vorsprung Reuß und Kapuste +1, Radtke und Teller gefolgt von 2 und darauf das restliche Hauptfeld mit Neuman und Renold. Ählich dann auch der Zieleinlauf nach 66 km. Radtke 4. , Teller 7., Neuman 9. Renold 11. Kamenskyi beendet sein erstes Rennen im Picardellicstrikot auf Platz 22.

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